<
 

Belastungs- und Arbeitserprobung Dresden (BuA)

Irgendwann ist eine Grenze erreicht – durch Arbeitslosigkeit, Sucht, Abhängigkeit, drohenden Wohnungsverlust oder die Aneinanderreihung von Schicksalsschlägen.



Zu uns in die Arbeits- und Belastungserprobung kommen Menschen mit diesen oder ähnlichen psychosozialen Hintergründen, die in einem geschützten Rahmen die Unterstützung finden sollen, um den ersten Schritt zur beruflichen Reintegration zu gehen.

Ziel ist es, über individuelle Motivation und die Bearbeitung psychosozialer Problemlagen wieder den Fokus auf die eigenen Stärken und verbliebenen Ressourcen lenken zu können. Fundament hierfür bildet eine individuelle Zusammenstellung von Einzel- und Gruppengesprächen, Anpassung der Arbeitszeit an die bestehende Belastbarkeit, kontinuierlich Selbst-. und Fremdreflexion und Erprobung verschiedener handwerklicher und kreativer Tätigkeiten.

Hierbei werden nicht nur motorische, emotionale und soziale Fähigkeiten, sondern auch ganz gezielt arbeitsmarktspezifische Grundarbeitsfähigkeiten wie Ausdauer, Genauigkeit und Sorgfalt, Konzentration und Handlungskoordination geschult.

Die Maßnahme ist für zwölf Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren konzipiert und gliedert sich in zwei Phasen:

In der Motivations- und Orientierungsphase stehen die gezielte und individuelle Fähigkeits- und Fertigkeitsanalyse sowie die Erarbeitung von Zielen und die Motivationsförderung im Vordergrund. Außerdem werden arbeitsrelevante Hemmnisse und psychosoziale Probleme thematisiert. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Aufbau einer stabilen und arbeitsfähigen Teilnehmergruppe, u. a. auch durch die Erarbeitung von Gruppenregeln und Vermittlung der Rahmenbedingungen der Maßnahme (Zeiteinteilung, Regeln, Grenzen, Rechte etc.).

Diese Phase bewegt sich in einem Zeitrahmen von ca. drei Monaten, wobei der Übergang in die zweite Phase fließend ist.

In der Erprobungs- und Belastungsphase werden auf Grundlage der gesammelten Erkenntnisse ergotherapeutische Ziele, Arbeitspläne und Methoden festgelegt, die ständig überprüft und den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teilnehmer angepasst werden. Die Tätigkeiten variieren in den Bereichen Holz- und Metallverarbeitung, Stoffverarbeitung, Kleinteilmontage für die Autoindustrie und Tätigkeiten innerhalb des Vereins (Vorbereitung von Vereinsfesten, Botengänge etc.).

Außerdem wird mittels intensiver Einzelgespräche an der Motivations- und Zielfindung und dem Aushalten von Rückschlägen gearbeitet. Es findet außerdem eine individuelle Vermittlung an anderer unterstützender Helfernetzwerke statt (z. B. Schuldnerberatung, Suchtberatung, Betreutes Wohnen, Eltern-Kind-Beratung etc.).

Zum Ende der zweiten Phase liegt der Schwerpunkt auf der Vorbereitung der Teilnehmer auf die Zeit nach der Maßnahme. Hier werden die eventuelle Aufnahme einer regulären Beschäftigung, eines Ehrenamtes oder auch andere weitere Schritte (z. B. Erstellung eines Rehabilitationsantrages) thematisiert.

Rahmenbedingungen

  • Alle Teilnehmer werden vom Jobcenter Dresden vermittelt.
  • Die Maßnahme ist auf die Dauer von 12 Monaten ausgerichtet.
  • täglicher Beginn 8:30 Uhr, tägliche regelmäßige Arbeitszeit mindestens drei, maximal fünf Stunden (individuelle Sonderregelung bei Bedarf möglich)
  • 24 Tage Urlaubsanspruch (2 Tage pro Monat) (unbezahlt)
  • Aufwandsentschädigung 1,75 €/Stunde (anrechnungsfrei auf SGB II)
  • Ort: Arbeits- und Belastungserprobung, Bärensteiner Straße 23-25, 01277 Dresden

Leiter: Holger Krähenberg

Ansprechpartner:

BuA 1: Claire Schnyder
BuA 2: Sonja Helbig
Sozialpädagoge für BuA 1/2:
Stefan Herrmann

Telefon: 03 51 / 25 06 45 0
Mail: bua@ptv-dresden.de

Adresse:

Bärensteiner Straße 23-25
01277 Dresden


Flyer