Ergotherapie Zittau - "Albatros"

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Tiergestützte Therapie

Seit Dezember 2007 gehört zu unserem Ergotherapieteam Querida unser Therapiebegleithund. Sie unterstützt uns vorwiegend im pädiatrischen, psychiatrischen und geriatrischen Bereich.
Im Folgenden möchten wir einen kurzen Einblick in die tiergestützte Therapie geben und den Unterschied zum Besuchs – und Streichelhund, der vorwiegend von ehrenamtlichen Besuchsdiensten im geriatrischen Bereich eingesetzt wird, erläutern.

In der Therapie steht vor dem Einsatz des Tieres immer das patientenbezogene Therapieziel fest. Der Therapiehund wird als Medium zusätzlich zu anderen Therapiemitteln eingesetzt.
Dieser Einsatz verläuft in unterschiedliche Phasen und wird genau dokumentiert.

Beim Einsatz eines Besuchs- und Streichelhunds hingegen steht hauptsächlich die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens und der Aufmerksamkeit im Vordergrund, die nicht zielgerichtet über die momentane Situation hinausgeht.
Um den Aufgaben in der Therapie gerecht zu werden, braucht der Hund und der Therapeut eine spezielle Ausbildung. Phasen einer tiergestützten Therapie Beobachtungsphase:
Fixieren, Verfolgen, Beobachten des Tieres stehen im Vordergrund. Wie verhält sich der Hund in verschiedenen Situationen?
Patienten mit Gleichgewichtsstörungen, Problemen in der Tiefensensibilität, Störungen im Körperbild und Körperschema fällt dies oft schwer.

Kinder mit Integrationsproblemen lernen über den Ansatz "Was macht der Hund?" die eigene Körpersprache zu entdecken und zu verstehen.
Die Sprechbereitschaft und die Sprachfähigkeit kann über diese Beobachtungsphase gut gefördert werden. Der Einsatz des Hundes fördert die Artikulation der eigenen Emotionalität z.B. Angst, Freude.

Kontaktphase
In diese Phase werden Regeln erarbeitet und erlernt diese zu akzeptieren.
Wie kann ich in Kontakt kommen?
Das Selbstwertgefühl kann hier sehr gut gesteigert und gefestigt werden. Über die Berührung durch Streicheln und Hantieren werden angenehme und unangenehme Berührungen bei anderen und bei der eigenen Person differenzierter wahrgenommen.

Phase der Selbstaktivität
Hier stehen besonders Motivation und Aktivität im Vordergrund.
Über zielgerichtete Aktionen wird Umsetzungsvermögen von Handlungen, Koordinationsleistungen, schnelle Bewegungsabläufe, zielgerichtetes Handeln, Konzentration und das Einhalten von Regeln, sowie Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem Spielpartner und dem Tier besonders trainiert.

Die tiergestützte Therapie kann Bestandteil einer ergotherapeutischen Verordnung sein.

In unserer Praxis bieten wir an:
  • Hundgestüzte Therapie
  • Kleintiergestützte Therapie (Meerschweinchen, Kaninchen)
  • Tierbesuchsdienste auf Honorarbasis
Der Einsatz kann in Einzel- Gruppentherapie sowie im Hausbesuch erfolgen.

Flyer